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Ansas Jusaitis

Ansas Jusaitis (ca. 1940?)

Die Person meines (unbekannten) Großvaters hat mich in den letzten Jahren am meisten beschäftigt.

Geboren wurde er am 31.01.1911 im damaligen Wallehnen, Kreis Memel/Klaipeda als zweiter Sohn von Janis und Ande Jusaitis (geb. Kapust), die Landwirtschaft betrieben.

Soweit ich heute weiß, arbeitete er zunächst als Gutsverwalter im Umland von Memel/Klaipeda, bis die Beziehung mit meiner Großmutter, seiner späteren Frau, ihn zwang die Anstellung aufzugeben. Danach wurde er Beamter der Reichsbahn. Dies verhinderte zunächst seine Einberufung als Soldat zur Wehrmacht, während des 2. Weltkrieges. Im Rahmen des sogenannten “Volksturms” wurde er jedoch kurz vor Kriegsende doch noch zur Armee eingezogen und gilt seitdem als verschollen. Am 13.10.1960 wurde er auf Antrag meiner Großmutter mit dem Sterbedatum 31.12.1945 offiziell für tot erklärt.

Wie wäre die Familiengeschichte verlaufen, wenn Ansas Jusaitis nicht 1945 verschwunden wäre?

Die Antwort auf diese Frage muss offen bleiben. Auf andere Fragen müssen und werden Antworten folgen.

    - Ansas Jusaitis war als Beamter bei der Reichsbahn beschäftigt, und dies in den damaligen Ostgebieten Deutschlands. In welcher Form war er beteiligt an der Logistik und Durchführung der Deportation und Vernichtung der Opfer des Nationalsozialismus in den osteuropäischen Konzentrations- und Vernichtungslagern?

    - Es gibt Hinweise, dass er eventuell doch nicht 1945 gestorben ist. Anfang der 70er Jahre (1972?) soll in einer Ausgabe des “Memeler Dampfboot”, einer Vertriebenenzeitung, das Foto eines Mannes, aufgenommen am Hafen von Memel/Klaipeda, veröffentlicht worden sein, der den Namen meines Großvaters trug. Kann es sein, dass er doch nach dem Krieg zurückkam, seine Familie jedoch nicht mehr vorfand, ohne eine Chance wieder Kontakt zu ihnen zu bekommen?

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